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Elektrischer Strom: Die unsichtbare Gefahr

 

Erstellt: 29.05.2012 BZ

Ohne Strom ist die Arbeit auf Bau- und Montagestellen heute nicht vorstellbar. Doch wie steht es konkret um die Sicherheit bei der Stromversorgung?

Bei der Versorgung einer Baustelle mit Strom sind verschiedene Besonderheiten zu beachten, denn Witterungseinflusse, raue Einsatzbedingungen und eine hohe mechanische Beanspruchung
fuhren zu einer erhöhten Gefahrdung der Beschäftigten. Daher müssen elektrische Anlagen für Baustellen sorgfaltig geplant und installiert werden. Leider zeigt die tägliche Praxis, dass noch immer sehr viele Arbeitsunfälle mit elektrischem Strom passieren. Dabei ist besonders alarmierend:
Von 1.000 Unfallen mit elektrischem Strom enden rund 29 sogar tödlich.
Die Gefahr, die von der Elektrizität für den Menschen ausgeht, hangt ab von der Spannung, der Stromstarke und vom Widerstand. Und die Auswertung des Unfallgeschehens zeigt, dass schon übliche Wechselstrome von 50 mA für den Menschen
tödlich sein können.

Baustromverteiler:
Der Strom fĂĽr eine Baustelle wird in der Regel ĂĽber einen Baustromverteiler zur Verfugung
gestellt. Baustromverteiler müssen der VDE 0660-501 und mindestens der Schutzart IP 44 entsprechen. Darüber hinaus muss jeder Baustromverteiler eine zentrale Einrichtung zum Trennen haben, die wahrend des Baustellenbetriebes jederzeit frei zugänglich ist. Eine Einrichtung zum Trennen kann allerdings auch eine zentrale Fehlerstrom-Schutzeinrichtung
(RCD) sein.

Fehlerstrom- Schutzeinrichtungen:
Beim Einsatz handgefĂĽhrter elektrischer Gerate und Handmaschinen sind Fehlerstrom-
Schutzeinrichtungen (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom IΔn ≤30 mA zu verwenden, weil nur diese einen zuverlässigen Personenschutz bieten. Für Stromkreise mit Steckdosen sind folgende Schutzmassnahmen anzuwenden:
• Stromkreise mit Bemessungsstrom IΔn ≤ AC 32 A sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
(RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom IΔn ≤ 30 mA zu betreiben.
• Stromkreise mit Bemessungsstrom IΔn > AC 32 A sind uber Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
(RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom IΔn ≤ 500 mA zu betreiben.

Bewegliche Leitungen:
Alle Elektro-Leitungen auf Baustellen müssen bestimmten erhöhten Anforderungen
entsprechen und gekennzeichnet sein. Als bewegliche Leitungen dĂĽrfen nur mehradrige
Gummischlauch-Leitungen vom Typ H07RN-F oder Leitungen mit Polyurethan-
Mantel vom Typ H07BQ-F verwendet werden. Sie entsprechen den erhöhten mechanischen Belastungen im rauen Baustellenbetrieb.
Trotz extrem hoher mechanischer Belastbarkeit sind H07BQ-F-Leitungen nur bedingt thermisch belastbar und daher bei Schweissarbeiten nicht einsetzbar. Bei besonders hoher mechanischer
Beanspruchung sind Leitungen der Bauart NSSHou einzusetzen. Leitungen, die sehr stark mechanisch beansprucht werden, sind geschützt zu verlegen. Beispielsweise können sie im öffentlichen Verkehrsraum durch erhöhte Verlegung in einer Kabelbrücke oder durch Verlegung im Erdreich, z. B. in einem Schutzrohr, oder in einer anderen überfahrbaren Abdeckung vor Beschädigungen geschützt werden. Denn jede mechanische Beschädigung einer Leitung kann zu einem Isolationsfehler mit verhängnisvollen Folgen fuhren.

Unterschätztes Risiko: Gebäudesteckdose
Immer wieder wird sorglos der Strom aus einer unbekannten Steckdose eines Gebäudes
entnommen. Dabei ist der direkte Anschluss elektrischer Gerate an Steckdosen eines Gebäudes ohne einen zusätzlichen Schutz nicht zulässig. Denn die Funktion der vorhandenen Schutzeinrichtungen im Gebäude kann meistens vom Anwender gar nicht beurteilt werden.

Ein Beispiel:
Leider wird immer wieder bei der Elektroinstallation in Gebäuden grob fahrlässig gearbeitet. Wenn beispielsweise der Schutzleiter und die stromführende Phase vertauscht wurden, kann beim separateren Anschließen eines elektrischen Gerätes das Gehäuse unter Spannung stehen. Unter solchen Bedingungen kann es – wie die Erfahrung zeigt – schnell zu einem tödlichen Unfall kommen.

Die sichere Lösung: Einsatz eines PRCD-S
Um die Steckdosen einer Gebäudeinstallation als sicheren Anschlusspunkt nutzen
zu können, ist daher ein zusätzlicher Schutz erforderlich. Die Sicherheit wird beispielsweise durch eine ortsveränderliche Schutzeinrichtung wie den PRCD-S gewährleistet. Diese Schutzeinrichtungen arbeiten mit einem Bemessungsdifferenzstrom IΔn ≤ 30 mA und müssen mit einer Unterspannungsauslosung ausgestattet sein, die bei Spannungswiederkehr nicht selbstständig wieder einschalten kann.

Ausserdem muss sie folgende ergänzende Funktionen aufweisen:
• Die Schutzeinrichtung darf sich nicht einschalten lassen, wenn der Schutzleiter unterbrochen ist oder unter Spannung steht.
• Wenn wahrend des Betriebes Spannung auf dem Schutzleiter auftritt oder der Schutzleiter unterbrochen wird, muss die Schutzeinrichtung abschalten.
• Beim Auftreten von Fremdspannung auf dem Schutzleiter, z. B. durch angebohrte
Leitung eines anderen Stromkreises, darf die Schutzeinrichtung den Schutzleiter
nicht abschalten. Diese ortsveränderliche Schutzeinrichtung kann über eine genormte Steckvorrichtung zwischen ein Betriebsmittel und eine Steckdose geschaltet werden oder in Betriebsmitteln integriert sein, beispielsweise in einem Leitungsroller.

Auswahl der Leitungsroller:
Leitungsroller sind fur Baustellen geeignet, wenn sie folgende Merkmale aufweisen:
• Schutzklasse II, also schutzisoliertes Betriebsmittel mit doppelter oder verstärkter
Isolierung,
• Ausrüstung mit Leitungen vom Typ H07RN-F oder H07BQ-F,
• Tragegriff, Kurbelgriff und Trommel müssen aus Isolierstoff bestehen oder mit Isolierstoff umhüllt sein, um zu verhindern, dass durch eine beschädigte Leitung eine gefährliche Berührungsspannung an grossflächig berührbaren Konstruktionsteilen auftritt,
• integrierte Schutzeinrichtung gegen Erwärmung, z. B. Thermoschutzschalter,
• Ausrüstung mit Schutzkontakt-Steckvorrichtungen für erschwerte Bedingungen
• mindestens Schutzart IP 44,
• Eignung fur Betrieb im Umgebungstemperaturbereich von –25 °C bis +40 °C.
Wenn Gerate mit einer elektrischen Leistung von insgesamt mehr als 1.000 W angeschlossen sind, ist der Leitungsroller abgewickelt einzusetzen. Leitungsroller sollten aufrecht auf dem Tragegestell stehend betrieben werden.

Schutzverteiler:
Schutzverteiler sind eine Kombination aus einer ortsveränderlichen Schutzeinrichtung
und Steckdosen in einem Gehäuse. Sie müssen folgende Anforderungen erfüllen:
• Schutzart IP 44,
• schutzisoliert (Schutzklasse II), Netzanschlussleitung H07RN-F oder H07BQ-F, maximale Lange vor der Schutzeinrichtung 2 m und ausreichende mechanische und thermische Beständigkeit.

Sichere Leuchten:
Sie mĂĽssen der VDE 0711-1 entsprechen und:
• mindestens der Schutzart IP 23 entsprechen.
• Leuchten, die als Bodenleuchten eingesetzt werden, müssen mindestens der Schutzart IP 55 entsprechen.
• Decken-, Wand- oder Bodenleuchten sind mit zugehörigen Aufhangungen zu befestigen oder einem geeigneten Stander aufzustellen.
• Die beweglichen Netzanschlussleitungen müssen dem Typ H07RN-F oder H07BQ-F entsprechen.
Handleuchten müssen mindestens der Schutzart IP 55 entsprechen und der Schutzklasse II oder III. Körper, Griff und äussere Teile der Fassung müssen aus Isolierstoff bestehen und mit einem Schutzglas und einem Schutzkorb ausgerüstet sein. Der Schutzkorb kann entfallen, wenn anstelle des Schutzglases eine bruchfeste Umschliessung aus Kunststoff vorhanden ist.

Regelmäßige Prüfungen:
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen müssen regelmässig geprüft werden. Diese Prüfung muss von einer befähigten Person durchgeführt werden. Diese Person muss eine elektrotechnische Berufsausbildung absolviert haben und mindestens über ein Jahr Berufserfahrung verfugen, sowie eine zeitnahe berufliche Tätigkeit vorweisen. Das Prüfungsergebnis ist von der befähigten Person zu dokumentieren.
Die Prüffristen sind vom Unternehmer im Rahmen seiner Gefahrdungsbeurteilung zu ermitteln und festzulegen. Das Ergebnis der Prüfungen ist zu dokumentieren und bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren. Es ist zu empfehlen, alle geprüften und als mangelfrei beurteilten Betriebsmittel
beispielsweise mit einer PrĂĽfplakette oder Banderole zu kennzeichnen.

Betriebsanweisungen und Unterweisungen:
Der Unternehmer hat über alle benutzten Arbeits- und Betriebsmittel Betriebsanweisungen zu erstellen und die Beschäftigten über den sicheren Umgang zu unterweisen. Grundlage dafür sind das Arbeitsschutzgesetz und die Betriebssicherheitsverordnung.
Die Betriebsanweisungen müssen auch Angaben über absehbare Betriebsstörungen enthalten. Die Unterweisung ist regelmässig durchzuführen und muss dokumentiert werden.
WELCHE VORSCHRIFTEN SIND ZU BEACHTEN?
BGIs fĂĽr Baustromversorgungsanlagen und elektrische Betriebsmittel auf Bau und
Montagestellen:
• BGI 594 „Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer
Gefährdung“
• BGI 600 „Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach
Einsatzbereichen“
• BGI 608 „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und
Montagestellen“
• BGI 867 „Handlungsanleitung Auswahl und Betrieb von Ersatzstromerzeugern auf
Bau- und Montagestellen“
• BGI 5090 „Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel“
• BGI 5190 „Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel,
Organisation durch den Unternehmer“

 

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Profil

Seit Januar 2006 war Elektro-BZ für kleinere Objekte schwerpunktmäßig im Großraum Nürnberg, aber auch im gesamten Bayern mit Planung, Beratung und Verkauf tätig.

Elektro-BZ entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der renommiertesten Betriebe der Stadt Lauf an der Pegnitz und bietet inzwischen (fast) alle Bauleistungen aus einer Hand.

2018 Umwandlung in Bausanierung-BZ GmbH.




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Fenster und Türen

Schöne und gepflegte Hausfassaden verdanken einen guten Teil ihrer unverwechselbaren Ausstrahlung den gegliederten Fenstern, die oft auch nach vielen Jahrzehnten noch Ihren Dienst tun.

Energetisch allerdings sind diese Fenster längst nicht mehr zeitgemäß und belasten den Hausbesitzer mit hohen Heizkosten.


Solar

Wechselrichter sind notwendig, damit die erzeugte Energie der PV-Solaranlage überhaupt genutzt werden kann - sie wandeln den erzeugten Gleichstrom von den Solarmodulen in Wechselstrom für die Einspeisung in die öffentlichen Stromnetze um.

Rundum-Service für Siemens SINVERT Solar Zentralwechselrichter.

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Herr Bartlomiej Zygmunciak war als Mitarbeiter bei der Fa. Siemens für den Aufbau, die Wartung und Instandsetzung der Siemens SINVERT Solar Zentralwechselrichter zuständig. Hierfür hat er zahlreiche Lehrgänge und Weiterbildungen absolviert.

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